ST. JAKOBUSKIRCHE NIEDERAU

Fährt man mit dem Zug nach Niederau, wird man von einem malerischen Bahnhofsgebäude begrüßt, einem der ältesten in Deutschland. Seit der Einführung der Reformation war die Gemeinde Niederau mit einer Pfarrstelle versehen und schon von 1585 ist es belegt, dass die alte St. Jakobuskirche der Anzahl ihrer Besucher nicht mehr gerecht werden konnte. Nach verschiedenen Umbauten wurde das Gotteshaus 1878 schließlich komplett neu gebaut. Als die Kirche 1973 renoviert wurde, beschloss der Kirchenvorstand, der Altarwand eine neue Gestaltung zu geben.

Auf Vermittlung des Architekten, der die Renovierungsarbeiten betreute, wurde ein Kontakt zu dem Künstler Werner Juza hergestellt, der daraufhin die Bemalung der Wand übernahm. Genau 40 Tage benötigte Juza, um diese Arbeit abzuschließen. In den Arbeitspausen spielte er Orgel, um die innere Ruhe zu finden, die er für ein solches Werk brauchte. Das großflächige Bild in der Grundform eines Kreuzes beschreibt das Weltgericht, wie es im Matthäusevangelium Kapitel 25 nachzulesen ist: Auf dem unteren Teil der Wandbemalung werden in sechs Bildern die Werke der Barmherzigkeit dargestellt. Im oberen Teil sieht man den Menschen in seiner Hinwendung zu Gott. Häufig wird die Kirche in Niederau von Vereinen und Gruppen besucht, die über künstlerische und theologische Aspekte dieser Darstellung diskutieren.

Im Zuge der Restaurierung wurde eine Empore abgerissen, so dass sich die Akustik erheblich verbessert hat. Auch wurden Empore, Orgel und Bänke neu gestrichen. Die Farbgebung stammt ebenfalls von Werner Juza.

Die Pfarre von Niederau kann voll Stolz auf einen prominenten Gast verweisen: Der deutsche Philosoph Johann Gottlieb Fichte hat als Kind mehrere Jahre hier zugebracht. Er wurde hier auf den für ihn zugedachten Unterricht in Meißen vorbereitet. Am Friedhof soll er zwei Linden gepflanzt haben, von denen heute noch eine steht.

Zum Johannistag findet jedes Jahr abends nach der Andacht ein frohes Beisammensein der Gemeinde auf dem Pfarrhof statt.

kirche niederau foto robert quentin_250b

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