PETER-PAULS-KIRCHE COSWIG

Infolge des industriellen Aufschwungs war die Bevölkerungszahl Coswigs zu Anfang des 20. Jahrhunderts auf 4700 angewachsen. Die alte Kirche war zu klein geworden, und so entstand in unmittelbarer Nähe die neue, größere Peter-Pauls-Kirche, die 1903 geweiht wurde. Die Leitung des Neubaus lag in den Händen des bedeutenden Architekten Woldemar Kandler. Sein wichtigster Partner war der Dresdner Historienmaler Ludwig Otto.


Die Kirche, mit ihrem das Stadtbild bestimmenden Turm, erstreckt sich von Süd nach Nord in der Achse der Johann-Sebastian-Bach-Straße.


Das anspruchsvoll gestaltete Hauptportal wird durch ein großes Sandsteinrelief geschmückt, das Jesu Einladung an die Mühseligen und Beladenen (Matth. 11, 28) darstellt. Der Chorraum ist der liturgisch und bildkünstlerisch besonders reich ausgestaltete Teil des Kirchengebäudes. Im Zentrum steht der Sandsteinaltar mit Marmoreinlagen. Eine besondere Kostbarkeit stellt der Taufstein aus Sandstein aus dem Jahre 1718 dar, die vorher in der Alten Kirche stand. Schwerpunkte der Wand- und Glasmalerei des Chorraums bilden der Triumphbogen und die großen Fenster.


Die gut restaurierte neue Kirche ist Hauptversammlungsort der großen rührigen Coswiger Gemeinde.

 

ALTE KIRCHE COSWIG

Dank einer großzügigen  Schenkung des Ritters Nickel von Karras konnte 1497 eine erste Kirche in Coswig am heutigen Ravensburger Platz gebaut werden. Sie wurde auf die Namen der beiden „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus geweiht als „Peter-Pauls-Kirche“. Sie ist nicht nur Coswigs ältestes erhaltenes Gebäude, sondern auch eine spätgotische Bauzeugin aus vorreformatorischer, gesamtkirchlicher Zeit. Besonders der Vierzehn-Nothelfer-Altar zeugt davon. Seit 1539 wird in der „Alten Kirche“ evangelischer Gottesdienst gefeiert.

 


Ein erster großer Umbau erfolgte 1611/12. Dabei wurde die Kirchenschiffdecke gehoben, die Kassettendecke neu gestaltet sowie der Kirchturm mit seinen für die Renaissance typischen Volutengiebel geschaffen. Bis heute erinnert eine Gedenktafel über dem Südeingang an diesen Umbau.

Die 17 Kreuzwegbilder an der Emporenbrüstung
aus der Zeit des ersten Umbaus zeigt dieser Film.

Der Altar der Alten Kirche und sein Figurenschmuck

in einer Videodokumentation.

Die Kassettendecke mit den zwölf Aposteln
und dem letzten Gericht.

Die Uhr der Alten Kirche 

in einer neuen Videodokumentation.

Durch das Wachsen der Bevölkerung des Dorfes Coswig wurde es in der Kirche eng. Um 1740 wurden deshalb die Emporen verlängert, um mehr Sitzplätze zur Verfügung zu haben. Bereits vorher hatte die Kirche eine neue Orgel erhalten, deren Herkunft bis heute ungeklärt ist. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts – Coswig war inzwischen ein großes Industriedorf geworden – wurde die Kirche endgültig zu klein.


Im Jahr 1903 war es soweit: der  Neorenaissance-Neubau konnte eingeweiht werden, die nun „Alte“ Kirche wurde entweiht und ihr Namen ging auf die „Neue Kirche“ über. Dank des Widerstandes des „Königlich-Sächsischen Denkmals-Vereins“ konnte der geplante Abriss der Alten Kirche verhindert werden. Die Alte Kirche geriet dann fast in Vergessenheit. Der sie umgebende Friedhof wurde seit dem Ende des 1. Weltkrieges nicht mehr genutzt und bald war die Alte Kirche wie ein Dornröschenschloss von Bäumen und Sträuchern umgeben.

 
 

GEMEINDEZENTRUM COSWIG

Der Neubau dieses Gemeindezentrums wird durch die Verwendung von Holz, Glas und Lehm charakterisiert. Getreu der Aufgabe der Bewahrung der Schöpfung wurde streng auf gesunde Baustoffe und eine ökologisch orientierte Bauweise geachtet. Das Gebäude ist als Holzständerkonstruktion errichtet. Ein Brettstapelgewölbe überspannt den 12 m x 10 m großen feierlichen Raum. Dafür wurden einfache Bretter kreuzweise miteinander vernagelt. Licht durchflutet den Raum, der Energieverbrauch ist gering. Das Haus öffnet sich zur Alten Kirche mit dem Kirchpark und rundet die Gesamtanlage von Kirche und Pfarrhaus ab.

Die feierliche Eröffnung fand zu Christi Himmelfahrt am 24. Mai 2001 statt.

Bauleitung und Planung: Architektengemeinschaft Reiter und Rentzsch

 

FRIEDHOF & KAPELLE

der Ev.-Luth. Peter-Pauls-Kirchgemeinde Coswig

Der Friedhof an der Salzstraße hat eine Fläche von mehr als dreieinhalb Hektar.

Jährlich finden etwa 250 Bestattungen statt. Das Gelände ist reich an Bäumen.

Im oberen Teil wird der Friedhof durch naturbelassenen Kiefernwald geprägt.


In der Friedhofskapelle aus dem Jahr 1939 befinden sich eine Feierhalle mit 96 Sitzplätzen,

ein Abschiedsraum und das Büro. 1994 wurde das Innere der Kapelle renoviert.

Corona-bedingt können in der Friedhofskapelle die Trauerfeiern zur Zeit

nur mit 10 Besucherinnen und Besuchern stattfinden.

 

ANsprech-

partner

Friedhofsverwalter
Peter Noack-Zimmer
T (0 35 23) 7 33 47

ADRESSE/

Anfahrt

Friedhof Coswig
Salzstr. 16
01640 Coswig 

SPRECH-

zeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag:
12:30 bis 13:00 Uhr

Dienstag:

15:00 bis 17.00 Uhr

Bestattungen finden von Montag bis Freitag statt.

BESUCHS-
ZEITEN

Oktober bis März:
von 8:00 bis 17:00 Uhr


April bis September:
von 7:00 bis 20:00 Uhr

 

KONTAKT

Ev.-Luth. Kirchspiel Coswig-Weinböhla-Niederau
Pfarramt, Kirchgeldstelle und Friedhofsverwaltung

Ravensburger Platz 6 | 01640 Coswig |03523 75894 | ksp.coswig-weinboehla-niederau@evlks.de

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